Modelo 210 Ratgeber

Modelo 210 Kosten im Vergleich: Was die Steuererklärung wirklich kostet

Modelo 210 Kosten 2026: Was kostet die Steuererklärung für Nichtansässige? Selbst einreichen, Gestoría/Steuerberater oder Fiscaro – alle Wege transparent im Vergleich.

Hanns-Christopher DeppeAktualisiert: Juni 2026

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Modelo 210 Kosten im Vergleich: Was die Steuererklärung wirklich kostet

Jeder nicht in Spanien ansässige Immobilieneigentümer muss früher oder später die Modelo 210 abgeben – die Einkommensteuererklärung für Nichtansässige (Impuesto sobre la Renta de no Residentes, IRNR). Und fast jeder stellt sich dieselbe Frage zuerst: Was kostet das eigentlich?

Die ehrliche Antwort: Die reinen Dienstleistungskosten für die Erstellung der Erklärung liegen zwischen 0 € (alles selbst machen) und über 1.000 € pro Jahr – je nachdem, welchen Weg du wählst und wie viele Eigentümer im Grundbuch stehen. Die eigentliche Steuer an den spanischen Staat kommt in jedem Fall zusätzlich hinzu. Dieser Artikel zeigt dir alle Wege übersichtlich nebeneinander, erklärt den Kostenfaktor, den die meisten übersehen, und sagt dir, wann sich welcher Weg wirklich lohnt.

Was kostet die Modelo 210? Die Kurzantwort

  • Selbst einreichen: 0 € Gebühr – aber Zeitaufwand und Fehlerrisiko
  • Gestoría / Steuerberater: ca. 200–400 € pro Erklärung (also pro Eigentümer)
  • Fiscaro: ab 34,95 € pauschal – ein Vorgang für alle Eigentümer

Die tatsächliche Steuer an die AEAT kommt bei allen Varianten zusätzlich hinzu – sie ist gesetzlich festgelegt und unabhängig davon, wer die Erklärung erstellt.

Der entscheidende Unterschied steckt nicht im Einzelpreis, sondern darin, wie die Kosten mit der Zahl der Eigentümer wachsen. Dazu unten mehr.

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Die Wege im Vergleich

Weg Kosten Aufwand Für wen geeignet
Nichts tun Steuer + gestaffelte Zuschläge + Risiko Niemand – die Erklärungspflicht bleibt bestehen
Selbst einreichen 0 € Gebühr Hoch – Formular, Fristen und Berechnung selbst Erfahrene mit digitalem Zertifikat und Spanischkenntnissen
Gestoría / Steuerberater 200–400 € pro Erklärung Gering Wer persönliche Beratung möchte und Kosten pro Eigentümer akzeptiert
Fiscaro ab 34,95 € pauschal Gering – geführter Online-Assistent Wer es korrekt, günstig und ohne Behördenstress erledigen will

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Die wichtigste Variante steht ganz oben – und ist die teuerste: gar nichts zu tun. Die Modelo 210 ist eine Pflichtabgabe. Wer sie ignoriert, spart keine Kosten, sondern verschiebt sie nur – mit Zuschlägen obendrauf (mehr dazu weiter unten).

Was ist die Modelo 210 überhaupt?

Die Modelo 210 ist das offizielle Formular, mit dem Nichtansässige in Spanien ihre Einkommensteuer auf spanische Einkünfte erklären. Für Immobilieneigentümer gibt es zwei typische Fälle:

  • Eigennutzung: Auch wenn du deine Immobilie gar nicht vermietest, unterstellt der spanische Staat ein fiktives Einkommen – die sogenannte Renta imputada (imputiertes bzw. fiktives Einkommen). Darauf wird Steuer fällig.
  • Vermietung: Wer vermietet, versteuert die tatsächlichen Mieteinnahmen.

Grundlage für die Berechnung bei Eigennutzung ist der Valor catastral (Katasterwert) deiner Immobilie. Auf diesen wird ein Faktor angewendet: 1,1 %, wenn der Katasterwert ab dem 01.01.2012 neu festgesetzt wurde (DA 55 LIRPF), andernfalls 2,0 %. Maßgeblich ist das Año de revisión (Jahr der letzten Katasterwert-Revision), das du auf deinem IBI-Bescheid findest (Impuesto sobre Bienes Inmuebles, die spanische Grundsteuer).

Auf das ermittelte Einkommen fällt schließlich der Steuersatz an: 19 % für Eigentümer mit Wohnsitz in der EU oder im EWR. Für Eigentümer außerhalb von EU und EWR – darunter das Vereinigte Königreich, die Schweiz und andere Drittstaaten – gelten grundsätzlich andere steuerliche Regelungen und derzeit ein Steuersatz von 24 %.

Für die Abgabe brauchst du in der Regel eine NIE (Número de Identidad de Extranjero, die spanische Ausländeridentifikationsnummer) und – beim Selbermachen – ein digitales Zertifikat oder Cl@ve-Zugang.

Die drei Wege im Detail

Weg 1: Selbst einreichen – 0 € Gebühr, aber nicht „kostenlos"

Die AEAT (Agencia Tributaria, die spanische Steuerbehörde) verlangt keine Gebühr für die Abgabe. Wer die Modelo 210 selbst ausfüllt und einreicht, zahlt also keinen Cent an Dienstleistungskosten.

Der Haken: Du brauchst eine NIE, ein digitales Zertifikat oder Cl@ve, musst den richtigen Katasterwert kennen, den korrekten Faktor (1,1 % oder 2,0 %) und Steuersatz anwenden, die Frist treffen und das Formular fehlerfrei ausfüllen. Die wahren „Kosten" sind hier deine Zeit und das Fehlerrisiko – und Fehler können teuer werden (siehe Abschnitt zu den Säumniszuschlägen).

Mehr dazu im Detail: Modelo 210 selber machen und Modelo 210 online einreichen.

Weg 2: Gestoría oder Steuerberater – 200–400 € pro Erklärung

Eine Gestoría ist ein spanisches Dienstleistungsbüro, das Behördengänge und Verwaltungsvorgänge übernimmt; ein Steuerberater (asesor fiscal) bietet zusätzlich steuerliche Beratung. Typisch sind 200 bis 400 € pro Erklärung – basierend auf unseren Marktbeobachtungen auf Mallorca und den Angeboten verschiedener Gestorías.

Das klingt überschaubar – bis du genau hinschaust. Entscheidend ist das Wort „pro Erklärung". Denn jeder Miteigentümer gibt eine eigene Modelo 210 für seinen Anteil ab. Bei einem Ehepaar verdoppeln sich die Kosten, bei vier Eigentümern vervierfachen sie sich. Mehr dazu gleich.

Weg 3: Fiscaro – ab 34,95 € pauschal für alle Eigentümer

Fiscaro führt dich per Online-Assistent durch alle Angaben und erstellt die Modelo 210 für alle Eigentümer in einem Vorgang – zu einem festen, transparenten Preis ab 34,95 €. Keine Berechnungsfehler beim Faktor, kein Rätselraten bei Frist und Steuersatz, kein Behördenspanisch.

Den exakten Preis für deine Konstellation zeigt dir der Fiscaro-Rechner in wenigen Sekunden.

Der Kostenfaktor, den fast alle übersehen: die Zahl der Eigentümer

Hier entscheidet sich, was du am Jahresende wirklich zahlst.

In Spanien gibt jeder Miteigentümer seine eigene Modelo 210 für seinen Eigentumsanteil ab. Eine gemeinsame Erklärung für das ganze Ehepaar gibt es nicht. Das hat einen großen Effekt auf die Kosten:

  • Ein Steuerberater rechnet pro Erklärung ab. Vier Eigentümer = vier Erklärungen = bis zu 1.600 € pro Jahr.
  • Fiscaro rechnet pro Vorgang ab und bündelt alle Eigentümer. Der Preis steigt moderat mit – aber längst nicht im selben Tempo.

Genau deshalb ist der reine Einzelpreis irreführend. Vergleiche immer die Gesamtkosten für deine tatsächliche Eigentümerzahl.

Warum verlangen viele Gestorías 200–400 €?

Viele Eigentümer fragen sich zu Recht, warum eine einzelne Erklärung so viel kostet. Die Gründe sind nachvollziehbar:

  • Manuelle Datenerfassung: Katasterwert, Eigentumsanteile, Fristen und Beträge werden von Hand erfasst.
  • Individuelle Prüfung: Jeder Fall wird einzeln betrachtet – das kostet Zeit.
  • Pro Eigentümer: Jede Erklärung ist ein eigener Vorgang mit eigenem Aufwand.
  • Haftungsrisiko: Der Berater übernimmt Verantwortung für die Richtigkeit – und kalkuliert dieses Risiko mit ein.

Das Honorar ist also durchaus fair. Der Punkt ist ein anderer: Genau diese Schritte – Datenerfassung, Berechnung, Prüfung – lassen sich für Standardfälle automatisieren. Fiscaro tut genau das und liefert dieselben korrekten Erklärungen zum Bruchteil des Preises.

Warum Vermietung mehr kostet als Eigennutzung

Die Kosten unterscheiden sich auch nach Nutzungsart – weil der Aufwand ein anderer ist:

  • Eigennutzung: Die Erklärung beruht auf dem fiktiven Einkommen (Renta imputada) und wird einmal jährlich abgegeben. Frist: bis Steuerjahr 2025 der 31. Dezember des Folgejahres; ab Steuerjahr 2026 der 1. April bis 31. Dezember des Folgejahres (Orden HAC/623/2026).
  • Vermietung: Hier sind tatsächliche Mieteinnahmen im Spiel – mit entsprechend mehr Belegen und Prüfungsaufwand. Unter bestimmten Voraussetzungen können Vermietungseinkünfte seit 2024 jährlich gruppiert erklärt werden (bis Steuerjahr 2025: Abgabe 1.–20. Januar des Folgejahres; ab Steuerjahr 2026: 1.–20. April des Folgejahres); für Altfälle kann die quartalsweise Abgabe weiterhin gelten. Ein wichtiger Kostenfaktor: EU/EWR-Eigentümer dürfen Werbungskosten wie Reparaturen, Verwaltungskosten oder Zinsen abziehen und versteuern die Nettoeinnahmen. Eigentümer außerhalb von EU/EWR (z. B. aus UK oder der Schweiz) dürfen keinerlei Kosten abziehen und müssen die Bruttoeinnahmen mit 24 % versteuern – das erhöht die tatsächliche Steuerlast erheblich.
  • Mischnutzung: Wird die Immobilie einen Teil des Jahres selbst genutzt und einen Teil vermietet, fallen beide Erklärungsarten an – entsprechend höher der Aufwand und Preis.

Welcher Fall für dich günstiger ist, vergleicht der Artikel Modelo 210 vs. Mieteinnahmen.

Versteckte Kosten: Säumniszuschläge bei verpasster Frist

Der teuerste Weg ist oft der, bei dem man die Frist verpasst. Wer zu spät einreicht, zahlt gestaffelte Säumniszuschläge (recargos), die mit der Dauer der Verspätung steigen. Bei längerer Verzögerung können zusätzlich Verzugszinsen anfallen. Die genaue Höhe hängt vom Einzelfall ab – fest steht nur: Je länger du wartest, desto teurer wird es.

Genau hier zahlt sich ein geführter Weg aus: Eine korrekt und fristgerecht eingereichte Erklärung kostet ein paar Euro – ein vergessener oder fehlerhafter Vorgang potenziell ein Vielfaches.

Rechenbeispiele

Beispiel 1 – Ehepaar, Eigennutzung (2 Eigentümer): Eine Ferienwohnung in Santa Ponsa, je zur Hälfte beiden Partnern zugeschrieben. Zwei separate Modelo-210-Erklärungen.

  • Steuerberater: 2 × 200–400 € = 400–800 €
  • Fiscaro: 59,95 €
  • Ersparnis: bis zu ~740 €

Beispiel 2 – Einzeleigentümer, Vermietung (1 Eigentümer): Eine vermietete Wohnung in Palma, ein Eigentümer.

  • Steuerberater: 200–400 €
  • Fiscaro: 79,95 €
  • Ersparnis: bis zu ~320 €

Kostenvergleich nach Eigentümerzahl

Szenario Eigentümer Steuerberater (ca.) Fiscaro Ersparnis bis zu
Eigennutzung 1 200–400 € 34,95 € ~365 €
Eigennutzung 2 400–800 € 59,95 € ~740 €
Eigennutzung 4 800–1.600 € 119,85 € ~1.480 €
Vermietung 1 200–400 € 79,95 € ~320 €
Vermietung 2 400–800 € 149,95 € ~650 €
Vermietung 4 800–1.600 € 289,95 € ~1.310 €

Fiscaro-Preise Stand 2026. Den tagesaktuellen Preis für deine genaue Konstellation zeigt dir der Rechner. Die angegebenen Ersparnisse sind beispielhaft und beruhen auf marktüblichen Honoraren verschiedener Anbieter – nicht auf dem Angebot eines bestimmten Wettbewerbers.

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Wann lohnt sich welcher Weg?

Selbst einreichen ist sinnvoll, wenn …

  • ✅ du eine NIE und ein digitales Zertifikat oder Cl@ve hast
  • ✅ du den Katasterwert, den richtigen Faktor und Steuersatz sicher anwenden kannst
  • ✅ du gut Spanisch verstehst und die Fristen im Blick behältst
  • ⚠️ … und bereit bist, das Fehlerrisiko selbst zu tragen

Ein Steuerberater lohnt sich, wenn …

  • ✅ deine Situation komplex ist (z. B. mehrere Immobilien, Sonderfälle, individuelle Beratung)
  • ✅ du persönliche Betreuung möchtest und die Kosten pro Eigentümer akzeptierst
  • ⚠️ … bei mehreren Eigentümern aber wird es schnell teuer

Fiscaro lohnt sich, wenn …

  • ✅ du eine Standard-Eigentümersituation hast (Eigennutzung, Vermietung oder Mischnutzung)
  • ✅ du es korrekt, fristgerecht und ohne Behördenstress erledigen willst
  • ✅ du bei mehreren Eigentümern nicht pro Kopf zahlen möchtest
  • ✅ du Wert auf einen transparenten Festpreis legst

Häufige Fragen zu den Modelo-210-Kosten

Kostet die Abgabe der Modelo 210 bei der AEAT eine Gebühr? Nein. Die spanische Steuerbehörde (AEAT) erhebt keine Gebühr für die Einreichung. Kosten entstehen nur durch die fällige Steuer selbst sowie ggf. durch einen Dienstleister, der die Erklärung für dich erstellt.

Warum zahle ich beim Steuerberater pro Eigentümer? Weil in Spanien jeder Miteigentümer eine eigene Modelo 210 für seinen Anteil abgibt. Es gibt keine gemeinsame Erklärung. Steuerberater rechnen entsprechend pro Erklärung ab.

Ist Fiscaro auch für Eigentümer aus UK oder der Schweiz nutzbar? Ja. Eigentümer aus dem Vereinigten Königreich und der Schweiz können ihre Modelo 210 über Fiscaro einreichen. Da sie außerhalb von EU/EWR liegen, gilt für sie derzeit ein Steuersatz von 24 % statt 19 %. Bei Vermietung kommt ein weiterer Unterschied hinzu: Sie dürfen keine Werbungskosten abziehen und versteuern die Bruttoeinnahmen – das kann die effektive Steuerlast deutlich erhöhen.

Was passiert, wenn ich die Frist verpasse? Dann fallen gestaffelte Säumniszuschläge an, die mit der Dauer der Verspätung steigen; bei längerer Verzögerung können zusätzlich Verzugszinsen hinzukommen. Die genaue Höhe richtet sich nach dem Einzelfall.

Wie viel kann ich mit Fiscaro gegenüber einem Steuerberater sparen? Je nach Nutzungsart und Eigentümerzahl reicht die Ersparnis von rund 320 € bis über 1.300 € pro Jahr – besonders deutlich, sobald mehrere Eigentümer im Grundbuch stehen.

Fazit: Welcher Weg spart am meisten?

Die vermeintlich günstigste Variante – selbst einreichen – kostet Zeit, Nerven und birgt echtes Fehlerrisiko. Die klassische Variante über Gestoría oder Steuerberater ist gut für komplexe Fälle, wird aber vor allem dann teuer, wenn mehrere Personen im Grundbuch stehen.

Fiscaro schließt genau diese Lücke: Kein teures Beratungshonorar, kein Kampf mit dem spanischen AEAT-Portal, kein Spanisch nötig – und trotzdem korrekt, fristgerecht und für alle Eigentümer in einem Vorgang.

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Verwandte Fragen

Quellen

  • Agencia Tributaria (AEAT): Instrucciones Modelo 210 → sede.agenciatributaria.gob.es
  • Ley del Impuesto sobre la Renta de no Residentes (IRNR) — aktuelle Fassung → boe.es
Hanns-Christopher Deppe

Hanns-Christopher Deppe

Gründer von Fiscaro · Immobilienökonom & Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) · Makler auf Mallorca

Hanns-Christopher lebt seit über 15 Jahren auf Mallorca und hat Hunderte von Nicht-Residenten bei ihrer spanischen Steuersituation begleitet. Er gründete Fiscaro, um den Modelo 210 Prozess so einfach wie möglich zu machen.

Dieser Artikel dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Für eine Einschätzung Ihrer persönlichen Situation empfehlen wir, einen qualifizierten Steuerberater (Asesor Fiscal) oder eine Gestoría hinzuzuziehen.

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