Kernfragen
Was ist die IRNR-Steuer?
IRNR steht für Impuesto sobre la Renta de No Residentes — die spanische Einkommensteuer für Nichtresidenten. Das Modelo 210 ist das Formular, mit dem diese Steuer erklärt und abgeführt wird. Die IRNR ist keine Sondersteuer, die speziell für Ausländer erfunden wurde. Es ist die spanische Antwort auf eine steuerrechtliche Grundfrage: Wer in einem Land Einkommen erzielt oder Vermögen hält, ohne dort steuerlich ansässig zu sein, soll trotzdem seinen Beitrag leisten — beschränkt auf die Einkünfte mit Spanien-Bezug. Die rechtliche Grundlage ist das Gesetz über die Besteuerung von Nichtresidenten, kurz LIRNR (Ley del Impuesto sobre la Renta de No Residentes). Es regelt, welche Einkünfte besteuert werden, welche Steuersätze gelten und wie die Steuer berechnet wird. Für Immobilieneigentümer sind vor allem zwei Einkunftsarten relevant: Erstens die tatsächlichen Mieteinnahmen, wenn die Immobilie vermietet wird. Zweitens das imputierte Einkommen — ein fiktiver Betrag, der auch dann anfällt, wenn die Immobilie leer steht oder nur selbst genutzt wird. Der Steuersatz hängt von der steuerlichen Ansässigkeit des Eigentümers ab: EU- und EWR-Bürger zahlen 19 %, alle anderen — also Bürger aus Drittstaaten wie der Schweiz, dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit oder den USA — zahlen 24 %. Die IRNR wird über die AEAT abgewickelt, die spanische Steuerbehörde.
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Dieser Artikel dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Für eine Einschätzung Ihrer persönlichen Situation empfehlen wir, einen qualifizierten Steuerberater (Asesor Fiscal) oder eine Gestoría hinzuzuziehen.